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Um uns herum wimmelt es nur so von Mikroorganismen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Bakterien,
Viren und Pilze gibt es nahezu überall – im Staub, auf Nahrungsmitteln und nicht zuletzt auch an und in unserem Körper.
Die meisten sind glücklicherweise harmlos. Daneben existieren jedoch auch äußerst unangenehme Kleinstlebewesen, die bedrohliche Infektionen auslösen können.
Bakterien haben viele Eigenschaften. Sie können nützlich, unauffällig, aber auch schädlich sein. Viele so genannte banale
Infekte wie Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen werden von Bakterien ausgelöst. Meist bereiten ihnen Viren den Weg.
Bakterien sind einzellige, kernlose Lebewesen, die unter dem Lichtmikroskop mit 400- bis 1000-facher Vergrößerung
gut sichtbar sind. Sie sind von einer Zellwand umgeben, die das Peptidoglukan Murein enthält. Manche Bakterien sind in der
Lage, Sporen (Dauerformen) zu bilden, um so ungünstige Umweltbedingungen zu überdauern. Die extreme Hitzeresistenz
dieser Sporen erfordert sehr hohe Temperaturen bzw. Drücke bei den Sterilisationsverfahren.
Vermehrung
Bakterien vermehren sich durch Zellteilung d. h. aus einer Mutterzelle entstehen zwei identische Tochterzellen. Die Zeit,
die eine Bakterienzelle benötigt, um sich zu teilen, nennt man Generationszeit. Je nach Bakterienart kann diese zwischen
wenigen Minuten und vielen Stunden liegen. Bei einer Generationszeit von 20 Minuten können so nach acht Stunden aus
einem einzigen Bakterium über 16 Millionen Bakterien entstanden sein. Die optimale Temperatur für die Bakterienvermehrung
und das Wachstum liegt zwischen 15 Grad und 40 Grad.
Grundformen
Bakterien kommen in unterschiedlichen Formen vor. Man unterscheidet:
— Kugelförmigen Bakterien (Kokken): Staphylokokken (Haufenkokken), Streptokokken (Kettenkokken), Diplokokken
— Stäbchenförmigen Bakterien
— Spiralförmige Bakterien
Bakterientoxine
Die pathogene Wirkung der Bakterien beruht im Wesentlichen auf den von Bakterien gebildeten Toxinen (Giften).
Ektotoxine werden von lebenden Bakterien ausgeschieden wie z. B. das Tetanustoxin oder das Botulinustoxin. Endotoxine
wie das Typhustoxin werden erst beim Zerfall eines Bakteriums frei. Endotoxine verursachen oft Fieber und
können auch einen septischen Schock auslösen.
Behandlung bakterieller Infektionen
Zur Behandlung bakterieller Infektionen stehen verschiedene Antibiotika zur Verfügung. Um möglichst viele
verschieden Bakterienarten erfassen zu können, werden häufig Breitbandantibiotika eingesetzt. Kommen Bakterien häufiger
in Kontakt mit einem Antibiotikum, so entwickeln sie nicht selten einen Resistenz (Widerstandsfähigkeit) gegen das Medikament.
Dieses Phänomen hat dazu geführt, dass manche Erreger nicht mehr auf eine Antibiotikabehandlung ansprechen. Die
daraus resultierende ständig notwendige Neuentwicklung antibiotisch wirksamer Medikamente stellt ein großes Problem dar
und hat auch die Diskussion um den sinnvollen Einsatz von Antibiotika in Gang gebracht.
Wichtige Bakterien in der Podologie
Die Infektionsauslösenden Bakterien Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes und Pseudomonas aeruginosa
sind in der Podologie von großer Bedeutung.
— Staphylococcus aureus
Dieser Erreger verursacht eitrige Haut-, Schleimhaut- und Wundinfektionen. Jede zweite Wundinfektion ist derzeit
auf S. aureus zurückzuführen. Das Bakterium ist sehr widerstandsfähig und konnte noch nach 50 Tagen im Staub
oder ausgetrocknetem Eitermaterial lebend nachgewiesen werden. Besonders gefährdet sind vor allem immungeschwächte
Personen, alte Menschen und Diabetiker.
Auch ohne Krankheitszeichen tragen 20 bis 50 % der Erwachsenenbevölkerung diesen Keim auf Haut oder Schleimhaut,
bevorzugt im Nasen- und Rachenraum, aber auch im Stirnbereich sowie am Haaransatz. Gelangt der Erreger jedoch in eine Wunde,
so kann er eine Wundinfektion auslösen. Vor allem beim Berühren und Versorgen einer Wunde und beim Verbandswechsel
besteht die Gefahr einer Infektion. Händedesinfektion, aber auch Instrumenten- und Flächendesinfektion mit einem
bakteriziden Desinfektionsmittel sind deshalb wichtige vorbeugende Maßnahmen. Ein großes Therapieproblem stellen
mittlerweile multiresistente Staphylococcus-aureus-Keime (MRSA) dar, die auf eine ganze Reihe von Antibiotika nicht mehr ansprechen.
— Streptococcus pyogenes
Dieses Bakterium verursacht eitrige Lokalinfektionen im Nasen-Rachen-Raum wie z. B. Angina, ist aber auch ein häufiger
Erreger von Hautinfektionen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion infolge von Husten oder Niesen und auch
durch direkten Hautkontakt. Der Keim ist gegenüber Umwelteinflüssen längst nicht so widerstandsfähig wie Staphylococcus
aureus kann aber einige Tage im Staub oder infiziertem Material überleben. Durch Desinfektionsmittel sind Streptokokken
einfach abzutöten. Problematisch können die Spätfolgen einer Streptokokkeninfektion wie Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
oder Glomerulonephritis (Nierenentzündung) sein.
— Pseudomonas aeruginosa
Dieser Keim verursacht eitrige Lokalinfektionen mit charakteristischer blaugrüner Eiterbildung bis hin zur Sepsis (Blutvergiftung),
besonders bei Verbrennungswunden. Es handelt sich um einen sehr anspruchslosen Keim, der meist im Wasser vorkommt.
Waschbecken, Luftbefeuchter, Waschlappen und Reinigungsutensilien bieten ihm die geeigneten Lebensbedingungen. Die Übertragung
erfolgt durch direkten Kontakt oder kontaminierte Gegenstände. Der Erreger zeigt oft ausgeprägte Resistenzen gegenüber Antibiotika.
In der podologischen Praxis ist deshalb dem Nassbereich (Fußwannen, Waschbecken) besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich einer
korrekten Desinfektion zu schenken.
Als selbständige Beraterin für die Firma Forever Living Products und mobile Fußpflegerin stehe ich Ihnen für Fragen gerne zur
Verfügung. Termine nach Vereinbarung unter: Tel. 02236-872445 oder 0152-087 400 43. Sie können mich wirklich zu jeder Zeit
anrufen, gerne auch am Wochenende oder an Feiertagen so wie spät am Abend, ich helfe Ihnen gerne weiter.
Mit freundlichem Gruß
Ihre Mobile Fußpflege
Ute Hoß
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